(Fast) alles ist planbar: Poolpowershop, Corona und die Lehren

Keine Urlaubsreisen, Home-Office oder Teilzeit-Arbeit, geschlossene Geschäfte: Was für die einen eine Umstellung mit teilweise jeder Menge (unfreiwilliger) Freizeit ist, bedeutet für die anderen Arbeit bis zur Belastungsgrenze – unter maximal erschwerten Bedingungen.

Zu letzteren gehört die Pool-Branche. Während bereits eine „normale“ Sommer-Saison jeden Shop an seine Grenzen bringt, hat in diesem Jahr Corona für Auswüchse gesorgt, die aus jedem Drehbuch als „unrealistisch“ herausgestrichen worden wären. Für welche Art von Film das Drehbuch geeignet wäre, ist Ansichtssache – vermutlich irgendwas zwischen Tragik-Komödie und Horrorfilm.

Woran liegt das? Waren Poolpowershop und die komplette Poolbranche nicht ausreichend vorbereitet? Diese Case Study soll beleuchten, was planbar ist, wo die Planung an ihre Grenzen stößt – und wie auch das vermutlich geplant werden kann.

Wie meistert Poolpowershop die Coronakrise? - partner, allgemein-en, e-commerce, news

Fangen wir an mit der Vorbereitung auf die aktuelle 2020er Saison.

Herbst: Zeit für Analysen


Nach der Saison ist vor der Saison. Mit den noch frischen Eindrücken der vergangenen Monate im Hinterkopf gilt es, die Planungen für die nächste Saison anzustoßen. Die etwas ruhigeren Wochen im Herbst bieten die Gelegenheit, ein paar tiefergehende Analysen in Angriff zu nehmen. Denn während der Hauptsaison lassen sich zwar schnell und effektiv Trends erkennen, auch besonders stark oder besonders wenig gefragte Artikel können so schnell ausgemacht werden. So können Engpässe vermieden und hohe Lagerbestände abgebaut werden.

Im Herbst hingegen geht es ans Eingemachte. „Welche Newsletter haben was bewirkt? Welche Banner hatten Erfolg, welche nicht? Wo brachen Umsätze ein und warum?“ Das sind die Fragen, die Geschäftsführer Roland Petri dann höchstpersönlich stellt – und econda liefert die passenden Antworten.
So können entsprechende Lehren gezogen werden, die dann in der nächsten Saison zu Optimierungen in ALLEN Bereichen führen können – vom Einkauf über den Bestellvorgang bis hin zum Aftersales.

Winter: Zeit für Optimierungen

Poolpowershop ist jetzt seit über 18 Jahren einer der Marktführer, wenn es um Pool, Whirlpool, Sauna und Wellness geht. Da weiß man, wie die Jahre laufen: Im Winter ist es naturgemäß eher ruhig, Zeit für Updates und Optimierungen.
„digidesk“ als technischer Partner hat während dieser Monate alle Hände voll zu tun: Shopware-Updates werden installiert, individuelle Plug-Ins implementiert und automatisierte Lösungen für Kunden-Benachrichtigungen erweitert.
Kurz: Es wird alles getan, damit es nächste Saison noch schneller, effektiver und fehlerfreier laufen kann.

Dabei ist die Zeit der größte Feind, denn jeder weiß: Mit den ersten Sonnenstrahlen im Frühling startet bereits die Hauptsaison. „Deshalb ist es unglaublich wichtig“, weiß Poolpowershop-Geschäftsführer Roland Petri, „mit digidesk einen Partner an seiner Seite zu haben, der mitdenkt. Denn auch wenn wir mittlerweile über viel Erfahrung verfügen und wissen, wo die Stärken, Schwächen und Probleme liegen: Ein paar zusätzliche Augen und Hirne machen oftmals den Unterschied zwischen „gut“ und „gut gemeint.“

Frühling: Wie gut waren Planung, Analyse und technische Umsetzung?

Die ersten Sonnenstrahlen erwärmen den teilweise noch gefrorenen Boden. Wie auf Kommando kommen alle Poolbesitzer und solche, die es werden wollen, auf die Idee: Dieses Jahr wollen wir noch schöner, besser und größer – also bestellen wir mal.

So „explodiert“ von einem Tag auf den anderen das E-Mail-Postfach, die Telefone klingeln in Dauerschleife.
Aber die Erfahrung und die Analyse der econda-Daten treffen nicht auf Unvorbereitete: Jeder weiß, was zu tun ist; die analysierten Top-Verkäufe des letzten Jahres sind auf Lager; prognostizierte Kassenschlager sind in ausreichender Menge verfügbar und für Nachschub kann innerhalb kurzer Zeit gesorgt werden.
Alle technischen Änderungen sind umgesetzt, alle Optimierungen vorgenommen und getestet.

Es kann losgehen. Und es scheint ein ganz normaler Sommer-Wahnsinn zu werden.

Corona: Der Highway to Hell

Während also die Hauptsaison wie erwartet zuschlägt, schwappt langsam aber unaufhaltsam die Corona-Welle nach Europa. Plötzlich stehen Fabriken still, Grenzen werden abgeriegelt, Leute in Kurzarbeit geschickt. Von „Jahres-Planung“ kann keiner mehr sprechen, weder geschäftlich noch privat. Und an die geplante Urlaubsreise ist nicht mehr zu denken.

Jetzt kommen also plötzlich mehrere Faktoren gleichzeitig zum Tragen:

  • Viel Freizeit und schönes Wetter sorgen für erhöhte Nachfrage
  • Der Wegfall von Urlaubsreisen kurbelt die Anfrage weiter an: Dann soll eben der eigene Garten zum Urlaubsparadies werden. Alle wollen Pools und entsprechendes Zubehör.
  • Gleichzeitig schließen ganze Produktionsstätten, in anderen wird die Produktion deutlich zurückgefahren. Trotz der riesigen Nachfrage wird also weniger produziert.
  • Alle bestellen online: Darauf ist die Logistik nicht vorbereitet. Es kommt zu massiven Lieferverzögerungen, die sich immer weiter aufsummieren:
    • von Hersteller zu Hersteller
    • von Hersteller zu Händler
    • von Händler zum Kunden
  • Die Schließung einiger Grenzen führt dazu, dass bestimmte Waren gar nicht mehr zu bekommen sind.

Das Ergebnis

 
Anfangs explodieren die Umsatzzahlen, die Branche jubiliert. Zwar dauert das Versenden teils elend lang und viele Kunden sind darüber nicht sehr amüsiert – aber gerade zu Anfang ist das Verständnis für die Lage noch recht hoch.

Doch schnell sind die Lagerbestände der Händler und der Hersteller aufgebraucht. Aus Lieferzeiten von ein paar Tagen werden teilweise Monate.
Von Corona will mittlerweile auch keiner mehr was hören, dementsprechend aufgebracht äußern sich die Kunden.

Was anfangs noch nach einem absoluten Erfolgsjahr aussieht, ist mittlerweile zu einer handfesten Krise geworden: Unzufriedene Kunden, gefrustete Mitarbeiter, schlechte Kunden-Bewertungen und jede Menge nicht gebaute Pools.
Der Corona-Bonus ist längst aufgebraucht, die Probleme sind nicht weniger geworden.

Fazit:


Es wird Zeit, dass Herbst wird: Die dann beginnende Phase der Analysen und Optimierungen wird dringend benötigt. Es wird auf andere Zahlen und Werte ankommen als gewöhnlich – aber mit einer gesunden Mischung aus econda-Zahlen, technischen Optimierungen durch digidesk und einer großen Portion gesundem Menschenverstand wird auch diese schwierige Zeit zu aufschlussreichen Lehren führen.
Geschäftsführer Roland Petri ist entschlossen: „Auch wenn sich Krisen wie Corona in dieser Form nicht in Gänze einplanen lassen: Wir sehen genügend Potential zur Optimierung. Die Analyse wird in diesem Jahr noch umfangreicher ausfallen, die technischen Optimierungen werden vermutlich andere Ansätze haben als sonst. Aber auch wenn uns diese Krise viel abverlangt: Wir haben mit econda und digidesk die optimalen Partner, um zukünftig noch besser vorbereitet zu sein. Denn auch wenn es abgedroschen klingt, so ist es doch nicht weniger wahr: Jede Krise bietet immer auch Chancen – und diese werden wir nutzen.“

Wie meistert Poolpowershop die Coronakrise? - partner, allgemein-en, e-commerce, news
Der Autor
Jörg Beilschmidt
Marketing Manager
Poolpowershop

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