In Deutschland sinken die Temperaturen weiter, doch der Onlinehandel steckt nun in der heiße Phase: Vorweihnachtszeit. Für viele Händler der umsatzstärkste Zeitraum im Jahr. Es wird gesucht, gestöbert und gekauft. Einige Händler bieten attraktive Preisnachlässe durch Rabattcodes. Doch nicht nur die Shops selbst, sondern auch spezialisierte Gutscheinportale locken im Netz viele Besucher an. Wann dies zu einem Problem wird und wie man darauf reagieren kann, soll hier kurz beleuchtet werden.

Wie bereits im vorangegangenen Beitrag „Cookie Weiche mit einem Tag Management System“ beschrieben wird ein relevanter Anteil des  Webseitentraffics über Affiliate-Partner erzeugt, die durch Provisionen am generierten Umsatz beteiligt werden. In den meisten Fällen wird die Provision über eine sogenannte Cookie Weiche vorgenommen, die mit einem Tag Management System, wie dem econda Tag Manager, umgesetzt werden kann.

Oh, du Fröhliche. Eiskalt und fair – Basket Freeze mit dem Tag Manager im Affiliate Marketing -

Stellen wir uns nun folgenden Ablauf vor: Ein Besucher sucht in einer Suchmaschine nach passenden Weihnachtsgeschenken. Er schaut sich unterschiedliche Angebote an und kommt schließlich über eine Retargeting-Anzeige in Deinen Onlineshop. Natürlich wird er in Deinem Sortiment schnell fündig und legt gleich für die gesamte Familie Geschenke in den Warenkorb. Kurz vor dem Abschluss des Bezahlvorgangs entdeckt er das Feld zur Eingabe eines Gutscheincodes. Über Suchmaschinen wie „google“ findet er sehr schnell eine Menge an Webseiten, die ihm (vermeintliche) Rabattcodes anbieten. Er besucht das Gutscheinportal und wird beinahe umgehend auf Deinen Onlineshop zurückgeleitet. Ohne einen Gutschein gefunden zu haben. Der Kunde bestellt trotzdem, schließlich sollen die Geschenke pünktlich unter dem Baum liegen.

Im Hintergrund wird nun das Gutscheinportal als letzter Kontakt in der Customer Journey geführt und würde nun beim weitverbreiteten „Last-Cookie-Wins“-Prinzip die volle Provision für den Einkauf erhalten. Dabei hat sich Dein Webseitenbesucher schon viel früher für den Einkauf entschieden und lediglich versucht die Bestellsumme durch den Rabattcode zu verringern: Der Lead kam unter Umständen über einen ganz anderen Marketingkanal, eine andere Martketingkampagne oder einen anderen Marketingpartner auf Deine Webseite.

Eine Lösung für dieses Problem ist der sogenannte Basket Freeze. Hierbei wird die Information zum letzten Touchpoint einer Customer Journey beim Starten des Bestellvorgangs „eingefroren“.

Wird während des Bestellprozesses von einem Gutscheinportal versucht einen neuen Kontaktpunkt (z. B. Cookie) zu setzen, so wird dieser bei der Provisionierung ignoriert und bei Bestellabschluss der gewünschte Partner, der die Bestellung ausgelöst hat, vergütet. In unserem Beispielfall wäre dies der Retargeting Partner.

Rein technisch gesehen ist dies nur eine kleine Änderung, direkt umsetzbar z. B. mit dem econda  Tag Manager. Schnell wirst Du jedoch die Auswirkungen für Dich als Online-Shopbetreiber feststellen: Weniger ungerechtfertigte Provisionen an Gutscheinseiten und mehr Transparenz bei den an Sales wirklich beteiligten Marketing-Kanälen.

Wie findest Du nun heraus, ob Du von dem oben beschriebenen Phänomen ebenfalls betroffen bist? Moderne Web-Analysetools, wie econda Analytics, bieten hier umfangreiche Auswertungsmöglichkeiten. Von der Customer Journey über die Herkunft des eingehenden Traffics findest Du unzählige Möglichkeiten.

Ich wünsche Dir eine schöne Weihnachtszeit mit hohen Umsätzen und es würde mich interessieren, wie Du mit dem Thema Affiliate-Marketing und Gutscheinportale umgehst: Hast Du einen Basketfreeze bereits implementiert? Wie sind Deine Erfahrungen?

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