Sicherlich sind für Dich User Engagement oder User Experience keine Fremdworte.
Aber was bedeuten diese konkret und wie lassen sich diese Begriffe in Zahlen mit Hilfe der Webanalyse ausdrücken?

Beginnen wir zunächst mit einer kurzen Definition der Begriffe:
Das „User Engagement“ könnte man als Kundenbindung übersetzen und die „User Experience“ als eine hoffentlich positive Erfahrung, die der Benutzer mit Deiner Website hat, sodass diese auch einen bleibenden Eindruck bei ihm hinterlässt und ihn zum Wiederkommen bewegt.

Einen ersten Überblick zu diesem Verhalten liefert Dir die Analyse Besuchertreue in econda Analytics im Kapitel Besucher. Hier werden Deine Besucher in Kohorten nach der Eigenschaft Anzahl Besuche eingeteilt und Du siehst welcher Anteil der Besucher auch mehrmals Deine Website besucht.

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Nun wollen wir aber auch erfahren, ob Du es mit den Inhalten Deiner Website schaffst, die Summe aller Besucher auf Deiner Website zu halten, bzw. diese von Deinen Inhalten zu begeistern, sodass am Ende eine Konversion erzielt wird. Wir wollen also eine positive Experience erreichen und somit eine Bindung (Engagement) an die Inhalte und Produkte Deines Webshops.

Hierzu lohnt sich ein Blick auf weitere Kennzahlen und Analysen.

Will man also das User Engagement innerhalb der Besuche betrachten, würde man sicherlich versuchen zu erfahren wie lange die Besuche durchschnittlich andauern, wie viele Seiten während eines Besuches aufgerufen werden und welche Anzahl an Produktinteraktionen es gab.

Ziel einer solchen Analyse ist es aufzuzeigen, wie sich die Interaktionen Deiner Besucher mit den Inhalten Deiner Website im Verlauf, z.B. eines Monats, entwickeln.

Aussagekräftige Kennzahlen wären hier z.B.:

  • Seitenaufrufe je Besuch
  • Viewtime je Besuch
  • Suchen (wie oft wird Ihre Onsite-Suche genutzt)
  • Besuche mit Produkt-Seitenaufruf

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Jetzt wird der Eine oder Andere sagen: „Ich habe doch ständig meine Conversions im Blick. Das genügt mir voll und ganz.“

Sicherlich ist die Konversionsrate eine der wichtigsten Kennzahlen die Dir Erkenntnisse über den Erfolg Deiner Website liefert, jedoch sagt Sie nur wenig darüber aus, welche Faktoren Einfluss auf die Höhe der Konversionsrate haben.

Schauen wir uns hierzu doch zusätzlich noch den Verlauf der Konversionsrate im selben Diagramm an um eventuelle Abhängigkeiten zu erkennen:

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Wir sehen in dieser Analyse, dass es scheinbar einen Zusammenhang zwischen „Conversion Rate“ (Balken – Hellrot) und „Besuche mit Produkt-Seitenaufruf“ (Orange) gibt. Auch zu sehen: Ein Anstieg der Suchanfragen „Suchen“ (Gelb) geht ebenfalls einher mit einem Anstieg der Konversions-Rate.

Eine Ausnahme bildet in dieser Analyse der 14. April, woraus man schließen könnte, dass auch weniger Besuche durchaus gut konvertieren können, ganz gemäß dem Motto: Klasse statt Masse.

Grundsätzlich kann man also verallgemeinern mit der Aussage: je höher die Anzahl an Interaktionen meiner Besucher mit den Inhalten meiner Website, desto höher die Wahrscheinlichkeit eine Konversion zu erzielen.

Sehr deutlich kann man diese Aussage bestätigen, wenn man nun einmal das Augenmerk auf die Besuche mit Produktinteraktionen legt. Wir wollen mit einer Analyse beweisen, dass sich der Aufruf mehrerer Produktseiten, positiv auf die Konversion auswirkt und somit auch auf den Umsatz.

Hierzu bedienen wir uns der Möglichkeiten, die uns die „Eigenen Segmente“ bieten und gehen wie folgt vor:

  • Erstelle vier Segmente die jeweils zur Bedingung haben:
    Produkte – Detailseite aufgerufen ist gleich „n“ wobei „n“ für die einzelne Werte „1“ bis „4“ steht und benenne diese entsprechend
  • Erstelle ein fünftes Segment, mit der Filtereinstellung: Produkte – Detailseite aufgerufen ist größer gleich „5“

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Diese Segmente bewirken, dass die Besuche Deines Onlineshops in 4 Gruppen eingeteilt werden können, jeweils mit der Eigenschaft: Produkte Detailseite aufgerufen ist gleich „n“ und in eine fünfte Gruppe mit der Eigenschaft: Produkte Detailseite aufgerufen ist größer gleich 5.

Nun gilt es diese Segmente sinnvoll anzuwenden.
Schnelle Erkenntnisse liefert Dir hierzu die Analyse „Überblick“ in den Reports von econda Analytics.

Rufe diese Analyse auf und wähle über die Toolbar: Vergleich – Segmente und setze den Haken bei allen 5 soeben erstellten Segmente.

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Das Ergebnis ist beeindruckend.
Du siehst wie die Konversionsrate 0,56% rasant ansteigt und sich bei den Besuchen mit mehr als 5 Produktaufrufen mehr als verzehnfacht hat im Vergleich zu Besuchen mit nur einem Produktaufruf. Auch der Anteil am Umsatz dieser Gruppe ist beachtlich.

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Fazit:
Das User Engagement ist messbar in Form von Analysen, die die Interaktionen Ihrer Besucher mit den Inhalten Deiner Website darstellen können. Das User Engagement kann verbessert werden in dem Du auf das eingehen, was Deine Besucher tatsächlich sehen wollen z.B. mit Hilfe einer professionellen Recommendation Engine und der Möglichkeit intelligente Regeln für diese Empfehlungen erstellen zu können.

Zeige Deinen Besuchern das was sie wirklich interessiert und liefere ihnen Produkte passend zu ihren Interessen.
Oder kaufmännisch formuliert: Bring Dein Angebot mit Ihrer Nachfrage zusammen – und optimiere nicht immer nur Dein Angebot! 😉

Diese Empfehlungen lassen sich auch auf Inhalte/Content anwenden.

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